Der Verfasser ist sich der Tatsache bewusst, dass es nicht leicht sein wird ,gerade über die Staffel zu
schreiben, die in der Zeit von 1956 bis 1963 nicht unwesentlich dazu beigetragen hat, junge Menschen als
Flugzeugführer für den militärischen als auch für den zivilen Bereich auszubilden. Es soll auch keine
umfassende Chronik sein, denn dafür lassen wir uns später und an anderer Stelle noch etwas mehr Zeit. Für
einige war unsere Staffel die erste Stufe in der fliegerischen Ausbildung, für andere wieder eine Fortsetzung
der Erfahrungen aus der GST ( Gesellschaft für Sport und Technik ). In dieser Staffel wurde der Grundstein
dafür gelegt, dass gute Flugzeugführer in allen Bereichen der Transport- und Verkehrsfliegerei der DDR
ausgebildet wurden. 
Mit dem Aufbau der zivilen Luftfahrt hatte die noch junge DDR in dieser Zeit alle Hände voll zu tun, denn
Flugzeugführer & Techniker, die von der Materie “Fliegerei” etwas verstanden, mussten aus der ehemaligen
Wehrmacht rekrutiert werden. Auch die DDR hat sich anfangs dieser Spezialisten bedient.
Mit sowjetischer Hilfe wurde ein Schulungsprogramm für Flugzeugführer und Techniker, teilweise schon  auf
dem Boden  der DDR, durchgeführt. Dies war auch ein wichtiger Grund, warum die Transportfliegerschule
gegründet wurde.
Denke ich heute an unser fliegertechnisches Personal, so war wohl das Entscheidendste, dass neben einer
guten Arbeit das Verantwortungsbewusstsein bei den jungen Menschen herausgebildet wurde. Ein
ausgezeichneter technischer Zustand und ein immer einsatzbereites Flugzeug war für uns nicht nur "Befehl"
schlechthin, sondern Ehrensache jedes Technikers und Mechanikers. Nur nebenbei - nach der Armeezeit
haben mehr als 50% der ehemaligen Techniker und Mechaniker erfolgreich ein Ingenieurstudium
abgeschlossen.
Viele Fallschirmspringer, ob bei der NVA oder GST, werden sich noch an den ersten Sprung aus der Anna
erinnern ! Auch die Fallschirmspringer der heutigen Zeit springen noch aus der An-2 !
Diese Chronik kann also nicht allen Ansprüchen genügen und beschränkt sich unmittelbar auf die Zeit, in der
die An-2-Staffel eine reine Ausbildungsstaffel war.
Ich möchte hiermit deutlich zum Ausdruck bringen, dass diese Homepage keine Zurschaustellung oder
Verherrlichung der NVA-Luftstreitkräfte sein soll. Es soll die Gemeinschaft MENSCH & TECHNIK unter
Beachtung dessen, dass schon damals die liebe ANNA etwas Nostalgisches war, gewürdigt werden. Um es
deutlich auszudrücken, die An-2 war schon vor vierzig Jahren nicht mehr der letzte Schrei auf flugtechnischem
Gebiet. 
Aber gerade dies macht SIE bis heute so liebenswert und zu etwas Besonderem !
Aus diesem Grunde war - Gott sei Dank in Friedenszeiten - die An-2-Fliegerei auch bei der NVA für den, der
das Fliegen und den Umgang mit der Technik aus Leidenschaft betrieb, kein so großer militärischer Akt !
Natürlich ist der Blick zurück in die Jugendzeit etwas getrübt und rosarot eingefärbt, aber im Grunde war es
so. Durch die unmittelbare Bezugnahme auf die Beziehung Mensch & Technik wurde auch beim
Stammpersonal nur auf das fliegende und fliegertechnische Personal Bezug genommen.
Es spricht doch für sich, dass diese Interessengemeinschaft bis heute immer noch intakt ist und für einige wohl
auch ein Leben lang hält. Für diese und für viele Gleichgesinnte in der ganzen Welt sollen diese Seiten ein
Forum darstellen.
In eigener Sache : Ich möchte mich bei allen Mitwirkenden für das entgegengebrachte Interesse und für das
Engagement bedanken. Stellvertretend für alle seien hier insbesondere E. Brau, R. König, P. Knabel, A.
Koczuba und H. Hörmann genannt. Gleichzeitig bedanke ich mich bei H. Bukowski und bei allen anderen für
die Bilder und bei L. Kobert von der An-26 für die Anregungen, moralische Unterstützung und für die Bilder.
Meinen besonderen Dank verdient Frank Tornow, der zu Beginn uneigennützig seine An - 2 - Recherchen für
die Gestaltung unserer Seite zur Verfügung gestellt hat.
Wenn du das Fliegen einmal erlebst,
wirst du für immer
auf der Erde wandeln
mit deinen Augen
himmelwärts
gerichtet, denn dort
bist du gewesen und
dort wird es dich immer wieder
hinziehen. 
Leonardo da Vinci
Präambel
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von Heinz-Dieter WERNER